Schule als sicherer Hafen – mit Ihnen als Leuchtturm

Das Bild wäre nicht vollständig ohne den Hafen:
Kein Schiff ohne Heimathafen! Unsere Lernorte müssen daher „sichere Häfen” sein, wo Kinder und Jugendliche Schutz und Orientierung finden können.

Denn ein Hafen bedeutet unbedingte Verlässlichkeit: Hier legen Schiffe nach stürmischer Fahrt an, kommen zur Ruhe, können „auftakeln” und richten ihren Kurs neu aus. Er ist Ankerplatz und Ausgangspunkt zugleich; ein Ort, an dem man nicht untergeht, auch wenn auf See die Wellen hochschlagen.

Und Sie, die Lehr- und Fachkräfte?

Sie sind der Leuchtturm in diesem Hafen. Ihr Leuchtfeuer weist den Weg, macht in dunklen Stunden Orientierung möglich, wacht über den Hafen und signalisiert Sicherheit und Struktur. Doch auch Leuchtturmwärter sind nicht vor Stress und Überforderung gefeit. Das Modell gilt für Schiffe und Leuchtturm gleichermaßen: Nur wenn Sie selbst nicht im „Überlebensmodus” im Keller Ihres Leuchtturms festsitzen, kann Ihr Leuchtfeuer hell und klar strahlen und Sie Ihre Aufgabe erfüllen.

Ein „Krokodil” bleibt selten allein. Eine angespannte Situation, ein lauter Zwischenruf, ein genervter Blick, und schon springt die Erregung von einem auf den nächsten über.

Innerhalb weniger Sekunden kann sich eine ganze Klasse im Überlebensmodus befinden. Und auch Sie sind Teil dieses Systems: Ihre eigene Anspannung, Ihr Stress, Zorn oder Ihre Unsicherheit überträgt sich genauso schnell auf die ganze Gruppe wie umgekehrt.

Genau das meint „Ko-Regulation”. Sie bedeutet nicht, die Emotionen anderer zu kontrollieren, sondern das eigene Nervensystem bewusst zu regulieren. Wenn es gelingt, in einem Moment der Unruhe ruhig zu bleiben und die eigene Präsenz zu halten, verändert sich etwas. Denn auch ein „reguliertes Gehirn” bleibt selten allein; auch Ruhe und Fokus sind ansteckend!

Ko-Regulation ist keine Technik, sondern eine Haltung, denn sie wirkt durch stabile Beziehungen und vertrauensvolle Beziehungsgestaltung. Die Haltung, ko-regulierend zu wirken, entsteht aus dem Wissen und Wahrnehmen, was große Belastungen im Körper auslösen. Wer das versteht, kann diesen biologischen Kreislauf gezielt unterbrechen und so verhindern, dass aus einem Krokodil ein ganzer Schwarm wird, der den Unterricht verschluckt.

Das ist unsere Vision bei BeSOS:

Kinder und Jugendliche sollen sich in Schule und Beratung so sicher fühlen, dass sie nicht in den Überlebensmodus fallen müssen. Denn erst wenn das gelingt, sind nachhaltiges Lernen, neugierige Entwicklung und berufliche Orientierung überhaupt möglich.


Nachdem Sie einen Überblick über unser BeSOS Modell gewonnen haben, werfen Sie einen Blick in unsere BeSOS-Toolbox – beginnend mit Methoden zur Förderung der eigenen Selbstwahrnehmung. 

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