Die eigenen Körpersignale entdecken und verstehen
Um den Wechsel in den Überlebensmodus rechtzeitig zu bemerken, brauchen wir einen zuverlässigen Kompass. Unser Körper ist so ein „Kompass”. Die Signale und Sprache des Körpers zu „lesen”, ist jedoch nicht einfach und will gelernt sein. Wenn Kinder und Jugendliche regelmäßig auf Körpersignale achten und sie benennen, entwickeln sie ein feines Gespür für ihren inneren Zustand.
Durchführung
- Schritt 1
- Schritt 2
- Schritt 3
Mmhhh… das schmeckt!
Positives Bild aufrufen (2-3 Minuten)
- Die Schüler stellen sich mit geschlossenen Augen etwas Angenehmes vor (z.B. Lieblingsessen, Lieblingsmusik oder einen Lieblingsort).
- Die Vorstellung so anschaulich und greifbar wie möglich machen: Wie riecht es? Wie schmeckt es? Wie hört es sich an?
- Die Schüler sollen leise oder in Gedanken äußern, wie schön sie das finden. Zum Beispiel: „Hmm! – Das schmeckt köstlich!”
- Die Augen dürfen anschließend wieder geöffnet werden. Ein kurzer Austausch in der Klasse über die verschiedenen Körperempfindungen schult die Sprache: „Wo im Körper habt ihr das angenehme Gefühl gespürt? Wie fühlt es sich an?“
- Wenn es der Klasse schwer fällt die Empfindung zu benennen, helfen Vorschläge wie: „Vielleicht habt ihr ein Lächeln im Gesicht, Wärme im Brustkorb, ein angenehmes Kribbeln im Bauch…?”
Ihh… ist das eklig!
Falschaussage einbauen (ca. 1 Minute)
- Die Schüler gehen wieder in dieselbe angenehme Situation und sollen sich alles wieder genauso detailliert wie möglich vorstellen.
- Nun leiten Sie die Schüler an, sich selbst zu belügen! Zum Beispiel: „Ihh! – Ist das eklig! Ich mag das gar nicht!“
- Dies erzeugt eine kleine innere Spannung, eine kognitive Dissonanz.
- Fragen Sie wieder: „Wo spürt ihr jetzt das Unangenehme? Wie zeigt Euch der Körper das Unbehagen?“ Auch hierbei unterbreiten Sie gerne Vorschläge („Enge in der Brust, der Hals schnürt zu…?”)
Der eigene Körperanzeiger ist höchst individuell, und gerade deshalb ein so wertvolles Frühwarnsystem.
Denn auch im Miteinander zeigen solche Körperanzeiger das Gefühl an: „Hier stimmt etwas nicht!“ So lernen wir, den Kompass unseres Körpers zu lesen und zu prüfen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.
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