Am 23. und 24. März 2026 war es so weit: Auf dem Bildungscampus in Heilbronn fand die erste Konferenz der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zum Thema „Selbstregulation stärken – Bildung neu ausrichten” statt, organisiert gemeinsam mit der aim Akademie für Innovative Bildung und Management. Und wir waren dabei.
Als eines von zehn ausgewählten Leuchtturm-Praxisprojekten aus ganz Deutschland durften wir BeSOS auf dieser wegweisenden Konferenz vorstellen und unseren Beitrag zur Diskussion leisten, wie Selbstregulationskompetenzen ganz konkret in den schulischen Alltag integriert werden können. Für unser Projekt – und für uns als Team – war das ein echter Meilenstein.
Zwei Tage lang haben führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Vertreterinnen und Vertreter aus Bildungspolitik und Praxis sowie engagierte junge Menschen aus ganz Deutschland gemeinsam daran gearbeitet, Selbstregulation als Schlüsselkompetenz im Bildungssystem zu verankern. In Workshops und Lightning Talks wurden praxisnahe Impulse für Unterricht und Schulentwicklung entwickelt – von der Kita bis zum Schulabschluss.
Was uns besonders beeindruckt hat: die Begegnung mit Menschen, die das Thema Selbstregulation nicht nur wissenschaftlich ernst nehmen, sondern es mit Herzblut in die Praxis tragen wollen. Neue Kontakte, neue Perspektiven und die tiefe Überzeugung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Von der Atemtechnik im Klassenzimmer bis zur Verankerung in den Bildungsplänen der Länder – überall wurde spürbar: Es ist Zeit zu handeln.
Die Leopoldina fordert in ihrer Stellungnahme, Selbstregulation zu einer Leitperspektive des deutschen Bildungssystems zu machen. Mit unserer BeSOS-Toolbox zeigen wir hier in Sachsen schon heute, wie das in der Praxis gelingen kann – niedrigschwellig, alltagstauglich und wissenschaftlich fundiert. Dass wir diesen Ansatz nun gemeinsam mit acht weiteren Leuchtturmprojekten auf der großen Bühne der Leopoldina präsentieren durften, bestärkt uns enorm.
Besonders gefreut hat uns, dass auf der Konferenz nicht nur über junge Menschen gesprochen wurde, sondern mit ihnen. Jugendliche aus ganz Deutschland waren eingeladen und wurden wirklich gehört. Bereits im Vorfeld hatten sie in einem Workshop Themen erarbeitet, die ihnen am Herzen liegen. Während der Konferenz haben sie dann gemeinsam einen Film gedreht, geschnitten und vor allen Teilnehmenden präsentiert. Das hat uns beeindruckt – so viel Eigeninitiative, so viel Ernsthaftigkeit. Und es hat einmal mehr gezeigt: Junge Menschen wollen sich einbringen, wenn man ihnen den Raum dafür gibt.
Wir haben in Heilbronn gespürt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Gleichzeitig ist uns noch klarer geworden, wie viel es noch zu tun gibt – in der Forschung, in der Praxis, in der politischen Verankerung. Aber genau das treibt uns an.
Wir kommen zurück nach Freiberg – mit neuen Eindrücken, neuen Ideen, neuen Verbündeten. Und mit der Gewissheit: Selbstregulation ist kein Randthema mehr. Sie gehört ins Zentrum unserer Bildungsarbeit. Für Kinder und Jugendliche, für Lehrkräfte, für uns alle.
Danke an alle, die diesen besonderen Moment möglich gemacht haben. Wir bleiben dran.


















